RIN - 1.10.2017 - TÄUBCHENTHAL

POGO TRIFFT POP

 

Als wir euch RIN letzte Woche vorgestellt haben (hier nochmal zum Nachlesen), wussten wir selbst nicht, was der Newcomer so live

abliefert. Seit gestern wissen wir mehr.

 

Vorab muss gesagt sein, dass das Täubchenthal in Leipzig eine der schönsten Locations für Konzerte ist und es hier beinah eine Leichtigkeit ist eine gute Show abzuliefern. Aber davon lassen wir uns natürlich beeinflussen!

 

RINs Show beginnt 20 Uhr. Schon 19 Uhr ist der Einlass. Ein paar Individuelle, ein paar Hipster und einige sehr junge Mädchen mit ihren Müttern sammeln sich im Innenraum oder im Innenhof um noch schnell eine(n) zu rauchen.

Eine richtige Vorband gibt es nicht, dafür hat RIN einen DJ mitgebracht. Dieser hat heute die schwerste Aufgabe: Einheizen wo es nur geht!

 

Und das bei einem Publikum zwischen 20 und 50… Doch der gute Mann weiß wie es geht und wirft ungefähr eine dreiviertel Stunde lang alles was der junge Hip-Hop-Freund kennen muss in den Raum. Lil Uzi Vert, DRAM und Lil Yachti dürfen nicht fehlen und so dauert es nicht lang bis alle in Partystimmung sind und sich auf RIN freuen. Der lässt sich auch nach dem Vorprogramm kurz Zeit und kommt dann, nachdem die tanzbereite Masse eine Viertelstunde mit Jazz beschallt wurde, auf die Bühne gesprungen.

 

Er singt an diesem Abend zu jedermanns Überraschung nicht nur Lieder vom neuen Album „EROS“ sondern eben auch alte Tracks. So kommt es, dass zu „Hallelujah“, welches ein Feature von Shindy und RIN ist, deftig gepogt wird. Aber auch bei neueren Songs wie „Monica Belucci“ steht niemand still. Bei „Ich will dass du mich brauchst“ wird es dann fast ein wenig melancholisch.

Alle schauen herauf zu diesem jungen Mann, der da im Scheinwerferlicht steht und ganz offensichtlich Angst hat vor’m Allein sein und gebraucht werden will. Jegliche Melancholie ist dann aber verflogen als RIN „Bass“, „Nightlife“ und „Vagabundo“ spielt. Da wird dann bis zum Konzertende wieder gepogt und getanzt und jeder freut sich des Lebens. Und RIN weiß was er tut. Sein bisher (mit „Bianco“) erfolgreichstes Lied „Bros“ spielt er gleich zwei Mal. Als „Bros“ dann zum zweiten Mal ausklingt ist das Konzert vorbei.

 

Nicht gerade lang war es, aber es war genau richtig lang um jeden im Saal einmal komplett schwitzen zu sehen.

 

 

 

 

 

(c) Caro, Oktober 2017