Oldvinyl: Hat euer Bandname eine besondere Bedeutung?

 Mega Mega: Ne, das war einfach so ein Schnellschuss. Wir haben unbedingt einen Bandnamen gebraucht und haben uns wochenlang gequält. Wir haben im Proberaum immer „mega mega“ gesagt, wenn uns etwas gefallen hat und dann haben wir gesagt „Komm, irgendwie muss man ja heißen.“ Is' ja egal, es gibt Kinder die heißen Rudi (lachen) und werden am Anfang gehänselt, aber nachher sind sie cool und von daher war's uns letztendlich egal.

 

 

Oldvinyl: Gibt es bei euch besondere Rituale vor bzw. bei euren Auftritten?

 Mega Mega/Antonino: Ja, wir trinken auf jeden Fall immer einen Schnaps vor unserem Auftritt, nehmen uns noch einmal alle in den Arm und pushen uns gegenseitig. Meistens kommt Cornelius zuerst auf die Bühne, dann Daniel irgendwann, Peter und Ich warten dann hinten noch und dann geht Peter und Ich als letzter. So ist der Ablauf, und der ist auch immer so.

 

Oldvinyl: Wie seid ihr zu Band gekommen bzw. wie hat sich die Band gegründet?

 Mega Mega/Antonino: Ach, wir kennen uns schon sehr, sehr lange. Peter kenne ich jetzt schon 13-14 Jahre. Wir haben schon in den unterschiedlichsten Konstellationen Musik gemacht und man kannte sich auch vom feiern gehen und dann hat man einfach 'ne Band gegründet. Irgendwann haben wir beschlossen eine neue Band zu gründen, da bin ich aber gerade nach Berlin gezogen. Deshalb bin ich dann immer zu den Jungs runtergeflogen, um proben zu können.

 

Oldvinyl: Welche anderen Bands hört ihr denn so?

 Mega Mega: Bei uns ist das Besondere, dass jeder von uns etwas komplett verschiedenes hört. Es gibt schon gemeinsame Nenner wie zum Beispiel Oasis oder die Beatles, aber jeder hat so seine eigene Richtung. Cornelius hört ganz viel elektronische und ruhige Musik, Daniel hört ganz viel Hip-Hop und Peter hört keine Musik! (lachen)

 Peter: Ich sage immer, dass ich keine Musik höre, weil ich nie so was genaues sagen kann!

Antonino: Ich höre auch ganz viel Rock und auch ganz viel klassischen Pop. Also es gibt keine gemeinsame Richtung und das ist das spannende bei uns und deshalb wird auch ganz viel im Proberaum diskutiert, weil jeder eine andere Vorstellung hat.

 

Wie kamt ihr dazu, als Support von Itchy Poopzkid zu spielen?

Mega Mega: Sie haben uns gefragt. (lachen) Wir haben vor 2 Jahren mal ein Konzert zusammen mit den Jungs in Berlin gespielt. Über die Festivalsaison hinweg haben wir uns dann ständig getroffen und waren immer bei den gleichen Festivals und irgendwann haben wir dann eine Mail von den Jungs bekommen, ob wir sie nicht supporten wollen – das war dann auch keine weitere Überlegung mehr wert.

Lustigerweise ist unser Albumcover bei diesem Itchy Poopzkid Konzert vor 2 Jahren entstanden – wir kamen gerade von der Bühne und wir wollten einfach mal ungekünstelte Bilder haben. Also von der Bühne an die Wand gestellt, der Fotograf hat von jedem zwei Bilder gemacht, eins zur Sicherheit und dann hatten wir am Ende acht Bilder, aus denen wir dann das Artwork gestaltet haben.

 

Oldvinyl: Was war das aufregendste Konzerte, was ihr jemals gespielt habt?

Mega Mega: Es gibt ja immer ein Highlight. Lange Zeit war es das Kooks-Konzert in Würzburg, aber jetzt ist es eigentlich unser eigenes Konzert in Berlin, das wir gespielt haben. Es war das einzige ausverkaufte Konzert und es war unfassbar, weil die Leute Texte mitsingen konnten. Das haben wir noch nie erlebt. Man sieht zwar immer mal Leute, die vereinzelt mitsingen, aber dass ein ganzer Saal dann ein Lied mitsingt war unglaublich.

 

Oldvinyl: Bevorzugt ihr große Festival-Bühnen oder doch eher kleine Club-Konzerte?

Mega Mega: Das wechselt sich ab! Wenn der Winter vorbei ist, freut man sich draußen zu spielen vor vielen Leuten und wenn die Festivalsaison vorbei ist, freut man sich auf die Clubshows. Dieses Jahr haben wir ganz viele Festivals gespielt und ganz viel Promo im Radio und Fernsehen gemacht. Dazwischen hatten wir dann nur eine Woche Pause und dann stand gleich das erste Konzerte im Club an, was richtig geil war! Da kommst du dann in den Club, alles ist kaputt (lachen) und dann baust du alles auf so einem kleinen Raum auf – das hat richtig Spaß gemacht!

 

Oldvinyl: Wie entstehen eure Texte bzw. Songs?

Mega Mega/Antonino: Verschieden! Also von mir kommen ja die meisten Texte, ich mache mir Notizen und bei der letzten Platte war es oft so, dass Peter auch musikalische Ideen hatte und dann haben wir uns auch wegen der Entfernung entweder bei mir oder bei Peter getroffen und das alles einfach zusammengebaut. Damit sind wir dann in den Proberaum und haben uns mit den Jungs zusammengesetzt. Ziemlich unspannend also (lachen).

 

Oldvinyl: Was kann man 2014 von euch erwarten?

Mega Mega: Gar nicht viel (lachen). Es wird für uns spannend, da das Album ja jetzt durch ist und wir natürlich hoffen, dass es sich ein bisschen verkauft. Wir haben auch schon langsam angefangen am nächsten Album zu arbeiten. Wir spielen ja auch seit drei Jahren die selben Songs und es sind jetzt auch schon ein paar neue dazu gekommen bei den Live-Shows. Wir sind jetzt einfach gespannt, wo uns die Reise hinführt! Das nächste Album wird mit Sicherheit anders sein, da es viele Dinge gibt, die einen bewegen und wir lassen uns einfach überraschen! 2014 wird hauptsächlich durch Festivals und der Arbeit am neuen Album geprägt sein.

 

Oldvinyl: Wie war es für euch beim Bundesvision Songcontest zu spielen?

Mega Mega: Es war sehr spannend und lustig und auf jeden Fall eine tolle Erfahrung! Es ist immer ein bisschen zwiespältig – auf der einen Seite macht es ultra viel Spaß, auf der anderen Seite ist es total anstrengend den ganzen Tag zu warten um dann 2 Minuten auf der Bühne zu stehen. Aber es ist trotzdem super, weil man viele neue Leute kennen lernt und Menschen wieder trifft, die man schon kennt. Es ist auf jeden Fall eine ganz andere Welt, die man da kennen lernt. Und es war aufregend sich vorzustellen, dass da plötzlich Millionen Leute zuschauen und im selben Moment, in dem du auf der Bühne stehst, sehen, wie du dich am Kopf kratzt oder so! (lachen) Und es war das erste Mal, dass wir live im Fernsehen zu sehen waren!

 

 

(c) November 2013, Sarah Whoever