Bei ihrer Tour mit KMPFSPRT habe ich die Jungs von Matula zum Interview getroffen.

Foto: Facebook/Matula
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Wie kamt ihr zur Musik?

Stefan: Also bei mir war das mein Bruder. Der ist 3 Jahre älter als ich und er hat irgendwann ein Schlagzeug bekommen und dann habe ich mich immer unten in den Keller gesetzt, wenn er nicht da war und habe Schlagzeug gespielt. Er hat dann auch mit Gitarre angefangen und das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Dann habe ich auch Gitarre gespielt. Irgendwann habe ich Robert getroffen und der meinte er hätte eine Band, die aber keinen Bassisten hat und dann habe ich gesagt „Ja geil, mach ich!“.

Thorben: Ich hab' natürlich mit Blockflöte angefangen. Irgendwann in der 2. Klasse oder so..

Stefan: Stimmt, ich auch!

Thorben: Ja, dann ist irgendwann der Traum vom Rockstar-Dasein gekommen und dann hat man sich in der 7. Klasse 'ne Gitarre gekauft und angefangen drauf rumzuschrammeln.


Wir würdet ihr selbst euren Musikstil beschreiben?

Stefan: Wir haben uns auf Indie-Punk geeinigt, weil das das ganze ziemlich gut beschreibt. Von den Melodien her. Das ist dann so Schrammel Schrammel.. alles sehr „indiesk“ (lacht), aber es ist eben mit ein bisschen mehr Druck gespielt, den man vom Punk her kennt.


Habt ihr Rituale bei / vor Shows?

Thorben: Joa, trinken!

Stefan: Die drei schütten sich einen rein, ich bleib' nüchtern und guck' dann, dass der „Sauhaufen“ auf der Bühne so halbwegs zusammenhält. (lacht) Aber ansonsten eigentlich gar nichts.


Entscheidung: Clubshows oder Festivals?

Thorben: Hängt davon ab. Kann man das so stehen lassen?

Stefan: Najaaa, Clubshows sind schon besser als Festivals. Bei Festivals ist der Sound oft nicht so geil, das ist ja eigentlich wichtig für einen selbst. Bei Clubshows weißt du, dass die Leute kommen, weil ihnen das was du machst zusagt; außerdem ist der Publikumskontakt viel näher und schöner. Bei Festivals starrt man oft in die betretenden Gesichter vor der Bühne, das ist manchmal ein bisschen enttäuschend.


Was sind eure Lieblingsbands?

Stefan: Hm, Weakerthans, Turbostaat, Kmpfsprt (lacht).. das sind so die, die auch ein bisschen in die Musik eingeflossen sind. Wir mögen privat aber auch viel, was nicht in die Musik direkt einfließt. Ich höre gerne extremes Geballer, zB Converge.


Mit welcher Person würdet ihr gerne einen Tag lang tauschen? Und warum?

Stefan: Helmut Schmidt, ich dürfte überall rauchen!

Thorben: Ich würde gerne mal mit meiner Freundin tauschen, um zu sehen wie furchtbar das ist – oder auch nicht. (lacht)

Stefan: Als aussenstehende Person kann ich dir sagen: Mach's nicht! (lacht)


Wenn ihr nur noch einen Künstler / eine Band hören könntet – welche wäre es?

Thorben: Das kann man gar nicht so genau sagen..

Stefan: Die Frage ist, ob man da jemanden nimmt, der total unterschiedliche Sachen macht, so als Abwechslung, oder eine Band, die ihr eigenes Ding richtig geil fährt. Hm, ich sag' jetzt einfach mal..

Thorben: Also ich nehm' Weakerthans.

Stefan: Dann nehm' ich Turbostaat. Die kann ich mir tatsächlich immer anhören, die sind auch nie langweilig geworden.


Was ist euch am Musiker-Dasein am wichtigsten? Das Geld, die Fans, dass man die eigene Musik vor Leuten präsentieren kann..?

Stefan: Also das wichtigste an diesem ganzen Band-Dasein ist die Freundschaft, die man untereinander aufbaut. Wenn man jahrelang zusammen durch die Gegend fährt wächst man total zusammen, zu so'ner „Gang“. Ich kann sagen, dass ich mit den 3 Leuten aus der Band die engsten Bindungen habe.

Thorben: Also ich hab' ja noch andere Freunde (lacht).. nein, ich kann das auch unterschreiben. Aber auch das Musik machen macht riesigen Spaß. Wenn man Konzerte spielen kann, ist das schon ein Privileg.


Wie läuft bei euch das Songwriting ab?

Stefan: Wir steuern alle etwas dazu bei, aber Thorben kommt meistens mit „Grundgerüsten“ an, mit denen man dann anfängt seine Songs aufzubauen. Wenn jemand 'ne coole Idee hat, dann schmeißt man das eben in die Runde.


Gibt es schon Pläne für nächstes Jahr?

Stefan: Wir wollen anfangen die nächste Platte zu schreiben. Sie wird wahrscheinlich nicht 2015 schon veröffentlicht, da wir immer ziemlich lange brauchen (lacht), aber wir wollen auf jeden Fall damit starten.


© Oktober 2014, Sarah Whoever