Foto: Sarah Whoever
Foto: Sarah Whoever

Wer diese vier Jungs noch nicht kennt, der hat eindeutig etwas verpasst: Die Jungs von Royal Republic erobern seit 2010 die Herzen aller Rock-Fans. Ihr Stil ist eine Mischung aus Rock, Alternative und Punk; die Texte sind direkt und verbreiten gute Laune. Ihr erstes Album („We Are The Royal), welches sie 2010 veröffentlichten, war ein voller Erfolg und brachte zahlreiche ausverkaufte Konzerte in ganz Europa. Auch das zweite Album („Save The Nation“, vö. 2012) erwies sich als sehr erfolgreich. Seit gut einem Jahr touren Adam, Jonas, Hannes und Per damit durch die Welt. Auch bei Rock im Park (2011, 2013) konnte man die Schweden erleben. Ich hatte das Glück und durfte ein exklusives Interview mit Royal Republic führen. Lest hier, was mir die vier erzählt haben.

Sarah: Was war das peinlichste, was euch je auf Tour passiert ist?
RR: Oh, da gibt es bestimmt viele Dinge, aber an etwas richtig peinliches können wir uns gar nicht erinnern. Wir sind alle sehr nette und zuverlässige Jungs (lachen). Natürlich passiert es uns oft, dass jemand mal sein iPhone, sein Mac Book oder sogar die Merchandise-Boxen vergisst – aber das war’s dann auch schon.

Sarah: Gibt es große Unterschiede zwischen den Fans in den verschiedenen Ländern? Zum Beispiel Schweden oder Deutschland?
RR: Ach, da gibt es gar kein Maß, woran man feststellen könnte, worin sich unsere Fans unterscheiden. In der Summe sind alle wirklich super nett und cool! In Polen haben wir vor 200 Menschen gespielt. Alle waren total glücklich und haben die Shows einfach genossen! Sie kannten auch alle Texte unserer Alben. Aber auch bei Konzerten mit 1500 Menschen ist es eine wahnsinns Atmosphäre und wir genießen es sehr!

Sarah: Habt ihr auch mal Zeit für Sightseeing in den einzelnen Städten, in denen ihr spielt?
RR: Richtig viel Zeit dafür haben wir nicht, allerdings haben wir letztens einen kleinen Ausflug in Hannover gemacht. Uns wurde erzählt, dass der Kaffee dort grandios schmecken soll, also sind wir über 1 Stunde lang in Hannover umhergelaufen um diesen Kaffee zu finden. Als wir dann endlich an deinem dieser Restaurants waren, wurde uns erzählt, dass es dort gar keinen Kaffee gibt – das hat uns ein bisschen enttäuscht. Am meisten gesehen haben wir in Australien, als wir wegen einem Festival dort waren. So etwas erlebst du nur einmal im Leben, also haben wir uns Zeit genommen und das Land angesehen.

Sarah: Welche Jobs würdet ihr bevorzugen, wenn ihr keine Musiker wärt?
RR: (Jonas): Einen stinknormalen „9 to 5“ – Job (lacht).
(Per): Ich wäre nach einer bestimmten Zeit ziemlich gelangweilt von einem normalen Job. Wenn dann würde ich gerne ein Fahrer sein. Man hat seine Freiheiten. Aber eigentlich will ich gar nicht arbeiten, denn das, was ich jetzt tue – also Musik machen und in einer Band spielen – ist das Beste, was mir passieren konnte. Selbst wenn ich mein Geld nicht mit der Musik verdienen würde, würde ich weiterhin in einer Band spielen wollen.

Sarah: Ihr wart lange mit den Toten Hosen auf Tour – wie war das für euch?
RR: Es war für uns der Himmel auf Erden. Wir kamen gerade zurück aus England und starteten dann die Tour mit den Toten Hosen. Die Jungs sind super freundlich und echt lustig drauf! Wirklich unglaublich! Sie sind eine tolle Punk Rock Band, auch wenn wir ihre Texte kaum verstehen, weil sie auf Deutsch sind. Die Jungs sind echte Legenden. Sie waren schon mit Green Day und Ramones auf Tour!

Sarah: Kennt ihr noch andere deutsche Bands?
RR: Ja, klar.. die Ärzte, Beatsteaks, Donots, Casper natürlich, Madsen, mit denen wir getourt sind und Scorpions und Scooter! Wir mögen alles, was mit Rock und Heavy Metal zu tun hat!

Sarah: Welche Hobbys habt ihr außer der Musik noch?
RR: Eigentlich nichts (lachen).
(Per): Ich beschäftige mich gerne im Garten und pflanze. Außerdem liebe ich es, zu kochen. (Jonas): Computer-Spiele sind natürlich auch immer ein guter Zeit-Killer, wenn man einfach mal abschalten möchte.

Sarah: Was wäre das schlimmste für euch, was auf einem Konzert passieren könnte?
RR: Was definitiv am schlimmsten ist, ist wenn sich Fans und Besucher verletzen. Wir haben das ein- oder zweimal erlebt. Man ist einfach hilflos und weiß nicht, wie man reagieren soll. Es ist schade, denn diese Leute haben eine gute Zeit, klettern auf die Bühne, lassen sich von den Fans über die Menge tragen und feiern. Genauso schlimm ist es, wenn Menschen bewusstlos werden und dann aus der Halle getragen werden müssen. Das sind dann immer diese Situationen, in denen du nicht weiß, was du tun sollst.

Sarah: Ihr seid zur Zeit mit The Durango Riot aus Schweden auf Tour – die Jungs sind eure Vorband. Wie habt ihr die vier kennen gelernt?
RR: Wir haben sie eigentlich durch unser Management kennen gelernt. Einer aus unserer Crew war mit ihnen auf Tour und wir haben uns dann sozusagen beide geschnappt. Die vier sind super Jungs und machen klasse Musik. Sie sind auch eine der ersten Bands, die ihren eigenen Tourbus bzw. Van dabei haben. Sonst wohnen wir mit unseren Support-Bands im gleichen Bus.

Sarah: Vielen Dank für das Interview, Jungs! Und viel Erfolg weiterhin!
RR: Wir haben zu danken!

 

 

(c) Dezember 2012, Sarah Whoever