„Royal Republic & The Nosebreakers“ – 21. Januar 2014 – Hirsch Nürnberg

Wer Royal Republic schon live erlebt hat, der weiß: diese Jungs haben's in sich. Es gibt wahrscheinlich nur wenige Bands, die so viel Power und Energie bei einem Konzert ausstrahlen.

Doch anstatt Röhrenjeans, schwarzem Shirt und schwarzen Chucks tragen die vier im ausverkauften Hirsch weiße und karierte Hemden, Hosenträger, Stiefel und Stroh- bzw. Cowboy-Hüte. Auf der Bühne liegen Teppiche und zwei Kerzenleuchter machen den Kitsch perfekt.

Auch der Sound klingt heute ein wenig anders, denn die Jungs spielen eine komplette Akustik-Show. Im Gepäck haben sie drei Freunde, die „Nosebreakers“, die mit Dobro-Steel-Guitar, Piano, Pedal-Steel-Guitar, Mandoline, Mundharmonika, Akkordeon und Banjo den Songs einen komplett neuen Touch verleihen.

 

Schon beim ersten Song wird den Leuten klar: das wird heute etwas ganz besonderes! „Save The Nation“ verwandelt sich von einem Rock-Song in eine Hommage an Tom Petty. Ruhige Gitarren-Klänge und Akkordfolgen wie bei „Learning To Fly“ lassen das Publikum schmunzeln.

Auch die nächsten zwei Songs „I Must Be Out Of My Mind“ und „Let Your Hair Down“ klingen nicht nach wildem Alternative-Rock, sondern nach Texas und den unendlichen Weiten der USA.

Gänsehaut-Feeling kommt dann bei „Everybody Wants To Be an Astronaut" auf, denn über 800 Menschen singen lauthals den Song vom Anfang bis zum Ende – da fehlen selbst Sänger Adam die Worte und er überlässt das Singen komplett den Fans.

Der Abend enthält auch einige Überraschungen, denn als beim Lieblingssong der Fans, „Full Steam Spacemachine“, Gitarrist Hannes auf einmal anfängt zu rappen, ist der Saal nicht mehr zu halten. Die Fans rasten aus und belohnen auch diese spezielle Version mit einem tosenden Applaus!

Das kürzeste aber „agressivste“ Lied von Royal Republic, „This Means War“ wird zur wohl größten Ballade, die die Jungs jemals gespielt haben. Sänger Adam performt nur mit einer Akustik-Gitarre und einer Mundharmonika. Im Saal herrscht Stille – ein seltenes Bild bei den sonst so wilden Jungs von Royal Republic.

Auch wenn es erst den Anschein gemacht hat, als ob dies eine ruhige Akustik-Show wird: die Jungs beweisen das Gegenteil und bringen den Hirsch ordentlich zum schwitzen. Als Zugabe spielen die drei „Nosebreakers“ ein instrumentales 'Special' und nach insgesamt 90 Minuten und 14 Songs schließen Royal Republic diesen amüsanten und außergewöhnlichen Abend mit ihrem Hit „Tommy Gun“ perfekt ab.

 

 

Fazit: Egal ob purer, fetziger Rock oder sanfte Akustik-Melodien, die nach dem wilden Westen rufen – Royal Republic heizen einfach jedem Publikum ein und zeigen, dass sie mehr als eine „wilde Rockband“ sein können.

 

Seht euch HIER das Live-Video zu "Let Your Hair Down" an.

 

(c) Januar 2014, Sarah Whoever