Kosmonaut Festival - Feiern mit der Kraftklub-Familie

Foto: Caro
Foto: Caro

Von Freitag (27.06.) bis Sonntag (29.06.) in die frühen Morgenstunden feierten ca 10.000 Festival-Begeisterte am Stausee Rabenstein bei Chemnitz das Kosmonaut-Festival. Dabei waren Acts wie Alligatoah, Casper, Bosse, Milky Chance und natürlich der bis zum Ende geheime Headliner.

 

Aus eins mach zwei: Letztes Jahr, als das Kosmonaut seine Premiere feierte, verteilten sich die Acts über einen Tag. Dieses Jahr waren es ganze zwei Tage und einige Auftritte mehr. So spielten am Freitag eben nicht nur Bilderbuch, AnnenMayKantereit , Mighty Oaks und Alligatoah (mit einer fantastischen Bühnengestaltung und einer guten Show), sondern auch noch ein gut gelaunter und kommunikationsfreudiger Bosse und Casper, der seine Vorliebe für Menschen in Tierkostümen bekannt gab, Felix von Kraftklub für „Ganz schön okay“ auf die Bühne holte und am Ende seiner Show ein großes Feuerwerk auspackte.

 

Bis 24 Uhr war der Freitag also mehr als nur „ganz schön okay“. Und auch danach ging es mit den Drunken Masters tanzbar weiter in die Nacht. Die ließen es sich nicht nehmen ihre besten Casper-Remixes zu präsentieren und füllten so den kleinen Platz vor der Blume Open Air Bühne. Als die zwei DJs aus München gegen 2 Uhr ihre Show beendeten, war auf dem Zeltplatz noch lange keine Ruhe. Von „Helga“ bis „Entschuldigen Sie, haben sie Cevapcici?“ war bis mindestens um 6 Uhr in der Früh alles dabei. Gehört eben dazu!

 

Bis 8 Uhr gönnten sich dann sogar die Schlaflosen eine Pause um dann wieder mit lauter Musik den Tag zu eröffnen. Dieser begann dann erst wirklich, als sich am frühen Nachmittag erneut die Tore des Festivalgeländes öffneten. Davor konnte man sich allerdings schon auf der Hüpfburg vergnügen oder die Füllung der kostenlosen Heliumballons einatmen um dann mit Mickey Mouse Stimme den Zeltplatz zu erkunden, auf dem wenige Zeit später auch Kraftklub höchst persönlich anzufinden waren. Warum? Flunkyball.

 

Später am Samstag erklimmen noch Feine Sahne Fischfilet die Bühne und haben neben so einigen Fans auch eine Art kleines eigenes Holi-Festival im Gepäck. Auch die Still Trees liefern ordentlich ab, genauso wie die Schweden The Durango Riot, welche leider viel zu wenig Publikum hatten. Die nächste nordische Band folgt sofort. Bei WhoMadeWho steht nicht nur ein Bügeleisen mit Bügelbrett auf der Bühne, sondern auch ein zufrieden aussehender Karl von Kraftklub im Publikum. Als sich 19:45 Uhr Laura-Mary Carter und Steven Ansell aus Großbritannien hinter Mikrofon und Schlagzeug stellen rechnet keiner, der die Band nicht kennt, mit dem was in den nächsten 50 Minuten passieren wird. Die beiden haben sowohl ihre Instrumente als auch die Zuschauer unter Kontrolle und es wird gepogt bis zum geht nicht mehr. Sogar ein paar einzelne Stagediver finden sich!

 

Nach einer kurzen Erholungspause betreten die Klaxons in glitzernden Hemden die Bühne und geben größtenteils ihr neustes Album zum Besten. Während der Show der Briten kommen immer mehr Menschen zur Hauptbühne direkt am See, weil direkt nach den Klaxons der geheime Headliner angekündigt werden soll. Als die Indie-Rocker dann fertig sind, wird der große Vorhang geschlossen und die Spekulationen beginnen. Die meisterwähnten Tips: Marteria, KIZ oder die Beatsteaks. Die Diskussionen verstummten erst, als dann Kraftklub auf die Bühne kamen und Felix sich bei allen bedankte und viel Spaß mit dem Headliner wünschte. Großer Applaus und schon fiel der Vorhang. Nicht Marteria, nicht KIZ und nicht die Beatsteaks, sondern Fettes Brot. Zwischen mehreren auf der Bühne stehenden Einkaufswagen, spielen die 3 Jungs aus dem Norden ihre erfolgreichsten Hits. Dazu werden Kuscheltiere zerrissen und in die Menge geworfen, übergroße Luftballons werden hin- und hergeworfen und während eines kleinen technischen Problems muss der Keyboarder eben als Sexobjekt von König Boris herhalten. Letztendlich ist keiner unzufrieden mit dem Secret Act und die Chemie zwischen Band und Publikum stimmt. Sofort nachdem die Hamburger die Bühne verlassen, stürmt der Großteil der Besucher zur Blume Bühne um dort Milky Chance live zu sehen. Die mittlerweile in Neuseeland erfolgreichen Jungs aus Kassel liefern eine entspannte, oder wie es die Fachmänner sagen, „chillige“ Show ab - die letzte des Abends!

 

Das lässt sich auch Steffen von Kraftklub nicht entgehen. Gegen 2 Uhr ist dann allerdings Ruhe auf dem Gelände und einige ziehen noch ins Atomino um die After-Festival-Party zu zelebrieren. Der Rest aller „Kosmonauten“ feiert auf dem Zeltplatz weiter und am Sonntag Früh wird nach einem unfassbar guten Wochenende zusammengepackt.

 

Danke Kosmonaut, fanke Kraftklub und Familie für die Organisation und danke an alle Künstler!

 

FAZIT: Das familiärste aller Festivals mit dem geheimsten aller geheimen Headliner. Sollte man auch nächstes Jahr nicht verpassen!

 

(c) Juni 2014, Caro