Itchy Poopzkid + Mega! Mega! - 6.3.14 - Colos Saal Aschaffenburg

Itchy Poopzkid kündigten für 2014 nur 3 Clubshows an – eine davon im Colos Saal in Aschaffenburg. Mit dabei waren die Jungs von Mega! Mega! aus Berlin.

 

Der Colos Saal füllte sich nur langsam, eine ausverkaufte Show war nicht in Sicht. Doch das störte die Berliner Band Mega! Mega! nicht, die um 20Uhr die Bühne betrat. Mit „Lieutenant Pumpe“ starteten die Jungs energiegeladen in den Abend. Spätestens beim dritten Song wurden auch die Leute in den hintersten Reihen von der Musik gepackt, denn Mega! Mega! wissen, wie man ein Publikum zum tanzen bringt! Die Jungs rocken die Bühne wie echte Profis und Sänger Antonino sucht immer wieder den Kontakt mit der Menge. Im Programm finden sich viele Songs des im September 2013 erschienenen Albums „Behalt Die Nerven“, wie zum Beispiel „Strobo“, „Behalt die Nerven“ oder „Pro Anti“. Mega! Mega! sind vorallem für ihre einprägsamen und außergewöhnlichen Texte bekannt, und so singt das Publikum beim Song „Monatskarte“ schon nach dem zweiten Refrain die Zeile „Mit meiner Monatskarte kann ich dich heut' mitnehm'“ fleißig mit. Auch bei „Wenn Wo Die Bude brennt“ ist die Menge gefordert: Lauthals schreit der Saal „Wenn wo die Bude brennt – EINSATZ, EINSATZ!“- die Band scheint glücklich über das singfreudige Publikum und wird nach ihrem Auftritt mit einem verdienten und lauten Applaus verabschiedet.

 

Um kurz nach 9 ist es dann endlich soweit: Itchy Poopzkid betreten die Bühne. Schon beim ersten Song, „The Pirate Song“, rasten die Fans aus und singen jedes Wort laustark mit. Bei den weiteren Songs ist es nicht anders – die Jungs von Itchy Poopzkid werden gefeiert und spielen eine gute Mischung aus alten und neuen Songs, wie zum Beispiel „Drogenfrau“, „Why Still Bother“, „Tonight“ oder „Pretty Me“. Doch wer Itchy Poopzkid schon live erlebt hat, der weiß, dass die Jungs nicht einfach ein normales Konzert spielen. Da kann es schon mal vorkommen, dass Drummer Max aufeinmal einen Bass in der Hand hält, Sänger und Gitarrist Sibbi hinter dem Schlagzeug sitzt und Bassist Daniel Gitarre spielt. Die Menge ist begeistert und schon nach kurzer Zeit hat die Stimmung den Höhepunkt erreicht! Aber auch für ruhigere Lieder sind Itchy Poopzkid gerne bereit, und so spielen sie „I Believe“ und „Things I Would Love To Have Said“ (beide vom aktuellen Album „Ports & Chords“). Doch die Jungs legen noch einen drauf – Sänger Sibbi bittet die ersten Reihen seinen Gitarrenkoffer in die Luft zu halten und ein paar Sekunden später steht er über der Menge und spielt den Klasiker „Song 2“ von Blur. Nach einigen weiteren Songs wie „Silence Is Killing Me“ und „You Don't Bring Me Down“ schnappen sich Sänger Sibbi und Bassist Panzer jeweils ein Mikrofon, legen Gitarre und Bass zur Seite und stimmen zum RUN DMC – Cover „It's Tricky“ an - die Menge ist begeistert, tobt und tanzt. Dann kündigen Itchy Poopzkid auch schon den letzten Song an - „We Say So“ heißt die Nummer und ist auf dem aktuellen Album zu finden. Mit langanhaltendem und tosenden Applaus verlassen die Jungs die Bühne. Sofort beginnt das Publikum mit „Zugabe“-Rufen und es dauert nicht lange, bis Sibbi, Panzer und Max die Bühne erneut betreten. Als Zugabe spielen sie 3 Songs. Den krönenden Abschluss macht das Lied „The Enemy“ (Album: Lights Out London), bei dem von der ersten bis zur letzten Reihe noch einmal JEDER alles gibt. Es hätte kein besseres Ende geben können.

 

Fazit: Itchy Poopzkid ist eine unglaublich energische und gute Live-Band, die man sich unbedingt einmal angesehen haben sollte!

 

(c) März 2014, Sarah Whoever