Blackout Problems - Premiere - 31.01.2016 - München

Am 31.01.2016 haben die Leute gemeinsam mit den Blackout Problems das Strom in München abgerissen. Einziger Unterschied zu den sonstigen Shows: das neue Album ‚Holy’ (erscheint am 05.02.2016) feierte Premiere.


Begonnen hat eine Münchner Band: Sandlotkids (Emo/Punk). Da die Band doch noch etwas unbekannter ist, hielt sich das Publikum bis auf eine handvoll Fans anfangs zurück. Mit der Zeit wurde aber die entstpannte, teilweis melancholische Stimmung, die von Trompetenklängen abgerundet wurde, mit aufmerksamer Stille und Wippen gut angenommen. Ein paar neue Fans hat die Band sich nach dem Auftritt dazu gewinnen können, das Publikum war sichtlich begeistert.

Sandlotkids // Foto: Aileen Schopper
Sandlotkids // Foto: Aileen Schopper

Nach einem kurzen Umbau ging es deutlich schneller und lauter mit Big Spin (Posthardcore/Progressive) weiter. Die Songs sind stellenweise sehr gitarrenlastig, das fällt aber keineswegs negativ auf. Es animierte das Publikum sich für Blackout Problems schon etwas warm zu tanzen/pogen.

Big Spin // Foto: Alisa Knoll
Big Spin // Foto: Alisa Knoll

Es lief Marteria – Kids. Alle sangen mit. Die Lichter gingen aus. Ein kurzer Moment Ruhe. Die Lichter gingen wieder an. Die Münchner Band betrat die Bühne. Um die 490 Menschen fingen an zu jubeln und zu applaudieren.


Gestartet wurde mit dem Intro
„One“, das bereits bekannt war, da es nicht nur als Opener für die vergangenen Shows diente, sondern auch das erste Video zu 'Holy' war. Im ersten Song steckte schon so viel Energie, aber von Song zu Song nahm es noch mehr an Energie zu. Es herrschte von Anfang an eine positiv geladene Stimmung, die Leute und die Band hatten sichtlich Bock und gaben so auf und vor der Bühne alles.

 

Während dem Intro lief Sänger Mario durch das Publikum, holte vereinzelt Leute von hinten ein Stück weiter nach vorne und kletterte kurze Zeit später auf die Bar und perfomte von dort.
  
Trotz noch unbekannten Songs sang das Publikum so weit es möglich war diese mit, so dass in manchen Momenten ein gewisses Chor – Feeling entstand.

 
Es folgten „Boys Without A Home“ und “Follow Me” – Diese Lieder wurden besonders ausgiebig vom Publikum zum Stagediven und Pogen genutzt. Allerdings zog sich das Stagediven dann die restliche Show durch.

Wer nicht mitten im Geschehen war, der stand am Rand und lies die Songs einfach auf sich wirken. Der ein oder andere versuchte eventuelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu älteren Songs raus zu hören. So fiel bei dem Song „The National“ auf, dass er etwas poplastiger als gewöhnlich war. Fetzt aber genau so.

Weiter ging es im Programm mit einem alt-neuen Song „Black Coffee“. Man bekam diesen oftmals schon vorher live oder hier zu hören. So sangen wir alle, da uns die Zeilen vertraut waren, gemeinsam den Refrain - „together we are an army, just as strong as black coffee" ein schöner Moment!

Der letzte Song des Albums wurde gespielt, das Outro „Poets Of Protest“ – Kurze Verwirrung, hatten wir den Song nicht schon mal? Das Album endete mit der selben Melodie, wie es auch anfing. Obwohl es die selbe Melodie ist, doch ein total anderer Song. Er gibt dem Ganzen einen perfekten Abschluss. 

Aber alle waren sich einig, es muss eine Zugabe her. In dem Fall waren es nun drei ältere Songs die gespielt wurden.
 
Die Band kam zum Schluss mit ihren Instrumenten zu uns runter. So wurde akustisch weiter gespielt und der Club verwandelte sich dabei erneut in einen Chor.

Bei den letzten beiden Songs ist der komplette Laden noch einmal durch gedreht. Menschen pogen, springen und tanzen von vorn bis hinten bis der Schweiß von der Decke tropfte. Die Menschen surfen noch einmal über den Köpfen der anderen durch den Raum. Anschließend kam dann Sänger Mario und lässt sich ebenfalls vom Publikum tragen.

Foto: Aileen Schopper
Foto: Aileen Schopper

 

Fazit: Ich denke, es ist immer ein bisschen schwierig und eine Art Herausforderung eine Show mit überwiegend neuen, vom Publikum noch nie gehörten Songs zu spielen. Denn man weiß nie, wie das Publikum reagieren wird, wie die Songs angenommen werden.

Blackout Problems haben aber bewiesen, dass das super funktionieren kann. Es wurde vom ersten bis zum letzten Song alles gegeben. Sowohl von der Band, als auch vom Publikum. Man merkt, dass die Band viel Herzblut und Liebe in ihre Musik steckt. Das Album funktioniert live hervorragend.

Wer am Sonntag nicht selbst dabei war, hat defintiv etwas verpasst. Aber alles halb so wild: die Jungs sind ab dem 05. Februar in ganz Deutschland unterwegs. (Tickets auf eventim.de oder Sparta BookingNutzt also die Chance, geht auf deren Konzerte und macht euch selbst ein Bild davon. Seid ein Teil der Reise!

 

 
(c) Februar 2016, Alisa


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