beatsteaks - 29.5.17 - leipzig

zahnweh und zeitreise - das beatsteaks konzert im conne island

Foto: Caro
Foto: Caro

Heiß, heißer am heißesten und am Ende auch noch heiser. Das war wohl das Motto des Montags, an welchem die Beatsteaks (aus Berlin!) das Conne Island in Leipzig mal wieder aufmischten. Schon mehrere Stunden vor Konzertbeginn tümmeln sich die scheinbar hitzeresitenten Beatsteaks-Fans vor dem Leipziger Kulturzentrum und warten auf den Einlass.

 

Als sich dann kurz nach 19:00 Uhr die kleine Halle füllt wird schnell klar: Hier drin wird es noch wesentlich wärmer werden als es draußen ohnehin schon ist. Aber spätestens als die Vorband „Karies“ die Bühne betritt beginnt sich die Vorfreude zu steigern und die Hitze ist vergessen.

 

„Karies“ machen nicht ansatzweise so schmerzhafte Musik wie der Name klingt. Man versteht nicht viel von dem was sie singen, aber irgendwie macht es Spaß. Noch ist das Publikum allerdings etwas träge, was dem Drummer anscheinend ziemlich gegen den Strich geht...

 

Die Trägheit wird urplötzlich in Energie umgewandelt, als Arnim, Peter, Bernd, Torsten, Thomas und Dennis die Bühne betreten. Endlich sind sie wieder da, die Beatsteaks...

Es wird nicht lange gezögert, sondern sofort Monster eingeleitet. Gefolgt von Let me in und I never was. Sehr zur Freude der älteren Fans geben die Beatsteaks viele alte Lieder zum Besten. Frieda und die Bomben, Summer, Big Attack, Shiny Shoes und alle Versionen der Barfrau (E-Dur, A-Dur und dann nochmal E-Dur – zum Vergleich eben).

 

Die Zugabe wird dann eingeleitet von einem ganz besonderen Cover von Motörheads Ace Of Spades. Die Crowdsurfer lassen nicht lange auf sich warten, das ganze Conne Island besteht aus einem großen Moshpit. Es fühlt sich an wie eine Zeitreise. Zurück zu Living Targets, zurück zu Smack Smash und zurück zu Lemmy Kilmister...

 

Alles in allem haben die Beatsteaks bewiesen, dass sie es auch nach zwei Jahren Auftrittspause noch drauf haben. Und als man nach dem Konzert aus dem Conne Island geht, zum ersten Mal wieder richtig Luft bekommt und sieht, wie sich 80% der Männer die T-Shirts auswringen, kann man feststellen: jeder hat ein glückliches Grinsen auf dem Gesicht. Wahrscheinlich haben sich alle bei Frontmann Arnim angesteckt.

 

Danke liebe Beatsteaks, dit war jeil!

 

Auch ein großes Dankeschön an Torsten Dohm vom Beatsteaks Management und Jana Burghardt vom Conne Island!

Fotos: Caro

(c) Caro, Juni 2017