A Day To Remember - 25.1.14 - Zenith München

Foto: Nadi
Foto: Nadi

Ausverkaufte Hallen, durchgehende Singalongs und viel Konfetti: Wer das Glück hatte, A Day To Remember live zu erleben, wird dieses Konzert wahrscheinlich nie wieder vergessen. Ich hatte mir persönlich vorgenommen, diesen Beitrag kurz zu halten, aber dies ist bei einer Band wie A Day To Remember nicht möglich. Bereits vor dem Zenith in München war das Ausmaß des Konzertes erkennbar, da bereits jede Menge Menschen schon Stunden vor dem Einlass vor der Halle standen und dem Konzert entgegen fieberten. Supportet wurde A Day To Remember von einer sehr ungewöhnlichen musikalischen Mischung: Every Time I Die und The Story So Far.

Every Time I Die selbst lässt sich schwierig einem bestimmten Genre zuordnen, da sie einen sehr ausgefeilten experimentellen Musikideal entgegen streben. Sie mischen verschiedene Hardcore und Metalcore-Einflüsse mit amerikanischen Southern Metal, während The Story So Far definitiv dem sogenannten Pop Punk zuzuordnen ist.

 

Der Einlass fand nicht wie geplant um 18:30h statt, sondern wesentlich früher, bereits kurz nach 18h. Das Konzert begann selbst um 19:30h und bereits zu diesem Zeitpunkt war das Zenith ordentlich voll, vor allem im Bereich vor dem ersten Wellenbrecher. Der Opener des Abend waren die Jungs von The Story So Far, für viele wohl die Neuentdeckung des Abends. Für eingefleischte Pop-Punk Fans waren für die Band typische Songs wie „High Regard“, „Empty Space“ und „Quicksand“ dabei. Schön war zu sehen, dass selbst Unwissende bei den Liedern mitklatschten und auch fragten, welche Band denn da eigentlich gerade gespielt hatte. Leider war die allgemeine Bühnenperformance der Jungs recht kurz, aber dafür umso energiegeladener. Daraufhin folgten Every Time I Die, welche das Publikum weiter bei Laune hielten, vor allem durch ihren für den Anfang doch sehr gewöhnungsbedürftigen Sound. Doch auch hier kamen ETID-Fans nicht zu kurz: Innerhalb der 45 Minuten die die Band zur Verfügung hatte spielte sie einen guten Mix aus älteren und neueren Songs.

 

Nach zwei grandiosen Vorbands folgte der Hauptact: A Day To Remember. Und A Day To Remember kann einfach niemand etwas vormachen: Die Setlist der aus Ocala stammenden Jungs bestand aus 20 wunderbaren Songs, in der für jeden Fan mindestens ein Lieblingssong dabei sein muss. Die Stimmung brodelte bereits zu Beginn, als Frontmann Jeremy McKinnon mit den Worten „I’m always screaming my lungs out…“ des Songs „All I Want“ begann und sich die Halle in einen lautschallenden Chor verwandelte. Mit Songs wie „Better Off This Way“, „My Life For Hire“ und „Mr. Highway’s Thinking About The End” wurden die Fans zufrieden gestimmt, aber die wohl größte und schönste Überraschung waren die Akustik-Versionen von „You Had Me At Hello“ und „If It Means A Lot To You“. Die ein oder andere Träne floss, die Feuerzeuge wurden ausgepackt und man spürte pure Emotionen im Raum. Natürlich spielten A Day To Remember auch einige Lieder der neuen Platte „Common Courtesy“ wie „Right Back At It Again“, „City Of Ocala“, „Sometimes You’re The Hammer, Sometimes You’re The Nail“ und „Violence (Enough is Enough)“. Die Mischung der Songs wurde allerdings auch erst durch Songs wie “2nd Sucks” und „Life Lessons Learned The Hard Way“ perfekt. Auch die Fans älterer Platten wurden nicht enttäuscht, auch Lieder wie „Over My Head“, „The Plot To Bomb The Panhandle“ und „A Shot In The Dark“ gab es zu hören. Und das Schönste an der ganzen Sache ist: Das waren bei weiten nicht alle Songs, die durch eine der größten Konzerthallen Münchens schallten. Den runden Abschluss machte dann „The Downfall Of Us All“ und das Publikum konnte sich noch einmal der guten Laune, die diese Band durchgehend verströmte, hingeben. Und auch sonst wurde dem Konzertbesucher alles geboten: Von stagedivenden Rollstuhlfahrern, über Konfetti und Luftschlangen bis zu einem über das Publikum rollenden Jeremy in einem aufgeblasenen Riesenball. Man kann es nur immer wieder wiederholen: Wer die Möglichkeit A Day To Remember zu sehen, sollte sie nutzen. Wer sie nicht nutzt, dürfte dies wohl für den Rest seines Lebens bereuen.

 

(c) Januar 2014, Nadi

Quelle: therealjeremymckinnon (Instagram)

 

Quelle: parkercannon (Instagram)