Der Stuttgarter Niklas Ibach ist DJ und Produzent. Ich durfte ihm im Rahmen des “Tanz im Glück“ Festivals ein paar Fragen stellen.

Quelle: Facebook
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Wie alt warst du, als du das erste Mal etwas geremixed, oder eigene Beats gemacht hast?

Da war ich siebzehn Jahre alt, als ich das erste Mal elektronische Musik selbst gemacht hab. Ich spiele schon Klavier seit ich sechs Jahre alt bin und hab damals auch schon mit zwölf glaub ich, Stücke komponiert und so damit angefangen. Und dann hatte ich eben mehr Bock auf elektronische Musik.


Ist das dein Traum von der Musik zu leben oder willst du irgendwann noch was anderes machen?

Also nebenher möchte ich das immer machen, solange das geht und wenn man davon leben kann, auf jeden Fall. Aber auf der Straße würde ich jetzt nicht nur dafür leben. Also dann schon zweischneidig.


Welche Superheldenfähigkeit hättest du gerne?

Auf jeden Fall Magneto! Der wär ich gerne, der ist cool.


Mit welcher Person würdest du für ein Tag dein Leben tauschen wollen?

Hm, das muss ich mir gut überlegen, das ist schwierig... Ja mit dem Chef der federal reserve bank of america, um mal zu schauen wie es da wirklich aussieht mit dem Geld. (lacht)


Was für Musik legst du so im Club auf?

Ah das ist interessant. Also ich spiel auch eigentlich nur ganz selten eigene Lieder, wenn ich abends aufleg, und eher bisschen undergroundiger. Also nicht unbedingt das, was die Leute von mir erwarten wahrscheinlich.


Die drei wichtigsten Dinge in deinem Leben?

Auf jeden Fall meine Mutter! Meine Geschwister und die Musik.


Was wolltest du als Kind werden?

Ich wollte immer Chef von Mercedes Benz werden. (lacht)


Katzen oder Hunde?

Hunde. Auf jeden Fall.


Was war das Größte, wo du bisher aufgelegt hast und wo hat es am meisten Spaß gemacht?

Das Größte ist schwer zu sagen, ich glaub das war so zwischen 1500 und 2000 Leuten. Und bis jetzt am meisten Spaß hatte ich in Heidelberg in der Halle02. Da war es schon beim ersten Mal, ich hab da zweimal gespielt, das Beste und beim zweiten Mal auch wieder so. Die Leute sind da irgendwie cool, die feiern gut.


Was magst du an deiner Heimat Stuttgart besonders und wo sollte man unbedingt mal hingehen?

Also ich liebe Stuttgart. Die Weinberge auf jeden Fall, in Stuttgart gibt es richtig schöne Plätze, Santiago de Chile zum Beispiel. Aber auch so in den Weinbergen versteckt, gibt’s coole Plätze, am Olgaeck. Also die Weinberge ja, weil da kann man gut chillen.


Deine Meinung zu Moneyboy?

Ich glaube der ist eigentlich ein ganz intelligenter Bursche, der uns alle gut verarscht. (lacht)


Was hörst du privat für Musik?

Auch elektronische klar, aber weniger. Ich höre viel Indie-Pop und Jazz und bisschen Klassik manchmal. Aber vor allem, ja, viel Indie und wenn elektronische Musik, dann eher so in die Dixon und The Physical Richtung.


Was würdest du nicht mal für eine Million Euro tun?

Ich hab mega Höhenangst. Ich glaub, für eine Million Euro würde ich nicht mal auf den Eiffelturm ganz hoch laufen. (lacht) Ich hab da mega Schiss vor.


Hast du ein Vorbild?

Das ist immer schwierig, also ich finde viele Sounds geil, aber so ein Vorbild als Person nicht. Vorbilder, in welche Richtung Menschen gehen oder auch beim Sound gibt es viele, aber es ist mein Ziel nie so schmalspurig zu werden und nur eine Sache zu wollen. Also auch immer offen zu sein für die andere Musik.


Und wer inspiriert dich dann so soundtechnisch?

Die Musiker die ich gerade höre. Eine Zeit lang fand ich Mighty Oaks ziemlich cool, dann ist es wieder mal Super Flu und dann Depeche Mode. Also ganz unterschiedlich.


Hättest du vor zwei Jahren gedacht, dass du heute so erfolgreich bist?

Nein, das war auch nie so mein Ziel. Es wurde ja jetzt in den letzten zwei Monaten schon verrückt und nächstes Jahr wird noch viel kommen. Das wird glaub´ ein lustiges 2015.


Würdest du sagen, dass es dir geholfen, dich selbstsicherer gemacht hat, dass du auf einer Waldorfschule warst?

Auf jeden Fall. Ganz ganz sicher, ja! Waldorfschule ist super, also das ergibt alles Sinn, was man dort macht.


Was ist dir das Wichtigste beim Musik machen – Das Geld, die Fans oder die Musik und das Gefühl auf der Bühne?

Einerseits die Bühne, spielen vor vielen Leuten, auch wenn es wenige sind, macht total Bock. Vor allem meine eigene Musik zu machen, so wie es mir gefällt, also das nicht an die Leute anzupassen.

Ich hatte auch schon ziemlich hohe Summen von Remix Angeboten, die ich aber nicht gemacht hab, weil es nicht mein Sound gewesen ist.


Wo kaufst du deine Klamotten, beziehungsweise was ist dein Lieblingsmodelabel?

Roxburry! Ganz klar. (lacht) Der Roxburry in der Gloria Passage.

(Da gibt’s tatsächlich die besten Klamotten, also hin da!)


Auf einer Skala von eins bis zehn, wie gut bist du in deinem Beruf?

(lacht) Ich probiere immer eine zehn zu sein. Aber ich glaube das kommt ganz automatisch, wenn einem was Spaß macht, dass man da gut drin ist. Sonst würde man es nicht machen, da ist man irgendwann demotiviert.


Wenn du dein ganzes Leben lang nur noch ein Song hören könntest, welcher wäre das?

Vivaldi - Vier Jahreszeiten.

 

(c) Leonie, Oktober 2014