THE DURANGO RIOT - FACE

Nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Backwards Over Midnight“ (2012) sind die schwedischen Rocker nun endlich mit neuer Musik zurück. „Face“ heißt das neue Album der Band und erschien am 29. August 2014.

Der erste Track trägt den selben Namen wie das Album, „Face“, und ist typisch für The Durango Riot. Eine einzelne Gitarre beginnt mit dem Intro. Die zweite Gitarre, der Bass und das Schlagzeug setzen kurz danach ein. Schon in der ersten Strophe kann man den facettenreichen Gesang von Sänger Fred erkennen. Immer wieder tauchen Passagen auf, in denen die Leadgitarre heraussticht und kurze Soli spielt. In der Bridge verlangsamt sich das Tempo; der Song wird ruhiger. Das Schlagzeug gibt nach und nach einen schnelleren Rhythmus an und vereint schließlich wieder alle Instrumente und den Gesang miteinander. Mit einer langsam ausklingenden Gitarre geht der Song zu ende.

Zac The Salvationist“, beginnt erneut mit einem Gitarrenriff; allerdings ist hier auch der Bass deutlich rauszuhören. Der Gesang in den Strophen ist rau und entwickelt sich stellenweise zu einem leichten Schreien, was die Dynamik des Songs sehr prägt. Eine einprägsame Melodie bestimmt den Refrain.

Einer der markantesten Songs auf diesem Album ist wahrscheinlich Track Nummer 3, „Paranoia's Rock“. Mit einem energischen und druckvollen instrumentalen Intro beginnt das Lied. Der Refrain ist ein echter Ohrwurm; die Gitarren sind sehr unique. Gegen Ende findet sich eine nur durch Gesang geprägte Passage, bevor der Song mit verzerrten und harten Gitarrenriffs seinen Höhepunkt findet.

Healthy Love“ heißt der nächste Song. In diesem Song gibt der Bass den Rhythmus an. Auffällig ist hier der Wechsel von treibenden Gitarrenriffs und einer präzisen Basslinie im Refrain. Auch die instrumentale Bridge wird vom Bass eingeleitet.

Der fünfte Song, „Is It Enough?“, beginnt nur mit Gesang und Bass. Wenig später setzen auch Gitarre und Schlagzeug ein, halten sich aber im Hintergrund. Im Refrain finden sich zusätzlich zum Gesang noch Backgroundvocals. Das Schlagzeug und die Gitarren werden dominanter und nach dem ersten Refrain wird der Song schließlich durch die volle instrumentale Besetzung sehr dynamisch.

Marquee Days“ gehört zu den langsameren Songs auf dem Album. Das Schlagzeug und die Gitarren sind verhältnismäßig sanft. In den Strophen steht der Gesang im Vordergrund – im Hintergrund sind nur einzelne Anschläge der Gitarren zu hören. Der Refrain klingt instrumental sehr voll und melodisch, ist aber immer noch ruhig. Der Song beinhaltet viele rein instrumentale Stellen, die einerseits bedrückend, andererseits verträumt wirken und klingen. Vor allem die „Gastauftritte“ von Piano und Cello tragen zu dieser Stimmung bei.

Titel Nummer 7 - „Ready Are The Headless“. Dieser Song ist voller Dynamik. Ein Refrain, der ohrwurmverdächtig ist, und treibende, energische Gitarrenriffs machen dieses Stück aus. Es ist nicht schwer, sich in dieses Lied zu verlieben.

Killer Buddies“, könnte man als „Überraschung“ bezeichnen. Anfangs ist es der ruhigste Song des Albums - mit langsamen Melodien und sanftem Gesang. Im Refrain werden die Instrumente druckvoller, die Strophen bleiben ruhig. Bei der Hälfte des Songs gibt es einen „Gastauftritt“ von Malin Gadeborg. Diese weibliche Stimme verleiht dem Track viel Dynamik und führt zu einer großen Wende – am Ende besteht der Songs aus lautem Gesang und treibenden Instrumenten.

Der nächste Titel, „Her War Is Mine“, ist wieder ein typischer The Durango Riot – Track. Markante Gitarren, facettenreicher Gesang und Gittarensoli.

Evil Expressions“ beginnt mit einem energischen Gittarenriff, entpuppt sich dann aber als eher ruhiger Song. Der Refrain ist sehr melodisch; der Gesang gibt dem Stück viel Rhythmus und Dynamik.

Fuzzy Friends“ ist der vorletzte Track des Albums und bringt ein unglaublich positives Feeling mit sich. Der Gesang variiert zwischen hoch und tief, im Hintergrund finden sich immer wieder Gitarrensoli.

Der letzte Song, „Full Moon Music“, ist die Ballade dieser Platte. Hallende Gitarrenklänge und ein sanftes Schlagzeug leiten das Lied ein. Die Musik wechselt zwischen sehr ruhig und sehr energisch; trotzdem bleibt dieser Song wohl am harmonischsten von allen. Am Ende verstummt der Gesang leise hinter dem Gitarrenriff, welches schließlich langsam ausklingt.

Fazit: Eine unglaublich energische und mitreißende Platte, auf der für jeden etwas dabei ist: Ein bisschen Indie, Rock und auch Punk. Ein wichtiger Bestandteil ist vor allem die Stimme von Sänger Fred, die den Songs viel Dynamik und Ausdruck verleiht. Musikalisch haben sich The Durango Riot nicht groß verändert und verstellt – sie sind vielleicht einfach nur NOCH besser geworden als auf ihrem ersten Album.

(c) Sarah Whoever, September 2014


Tracklist:

1 - Face

2 - Zac The Salvationist

3 - Paranoia's Rock

4 - Heavy Love

5 - Is It Enough?

6 - Marquee Days

7 - Readx Are The Headless

8 - Killer Buddies

9 - Her War Is Mine

10- Evil Expressions

11- Fuzzy Friends

12- Full Moon Music