Beatsteaks - Yours

Quelle: Beatsteaks / Facebook
Quelle: Beatsteaks / Facebook

Es gibt Bands, die veröffentlichen aller paar Jahre ein Album. Das hat dann ein bisschen mehr als 10 Songs und dann war’s das. Dann gibt es noch die Beatsteaks. Die haben grad ihr achtes Album in 22 Jahren herausgebracht und darauf befinden sich dann auch noch 21 Songs.

 

Dass das Album am gleichen Tag wie „Lang lebe der Tod“ von Casper raus kam ist gewagt. Aber die Beatsteaks sind da ganz entspannt und wissen genau, dass sie zwar gegen den (gerechtfertigten) Casper-Hype nicht ankommen, aber eben auch, dass sie wieder einmal ein geiles Album raus gebracht haben.

 

Abgesehen von einem neuen Sound, der so voll Beatsteaks ist, aber dann auch wieder ganz frisch, haben sich die mittlerweile sechs Jungs ein paar starke Künstler ins Studio geholt.

Dabei sind Deichkind, Farin Urlaub, Stereo Total, Jamie T. und Chad Price von ALL. Dass diese irre Mischung natürlich der totale Genre-Smoothie ist, sollte jedem aufgefallen sein. Trotzdem wirkt das Album nicht durcheinander. Es scheint komplett normal, dass in „Velosolex“ mit Stereo Total Französisch gesungen wird und direkt danach „Fever“ kommt, welches die Beatsteaks-übliche Gitarre vorweist.

 

Der Song, der den Titel des Albums trägt, hat einen elektronischen Beat im Untergrund und erinnert auf eine Weise an The Prodigy. Kurz danach kommt „Hate to Love“ mit Jamie T. und bringt diesen britischen The Clash-Sound mit, der einen direkt dazu bringt seine Koffer packen zu wollen um nach London zu fliegen. Wenig später folgt „Summertime“ und es hört sich an, als hätten die Beatsteaks ein Kind mit U2. Am Ende des Albums wird man mit „The Job“ nochmal ordentlich durchgerüttelt.

 

Das Album klingt aus und man sitzt oder steht dort und fragt sich wie man binnen von 21 Songs eine Zeitreise durch die letzten 30 Jahre und 10 verschiedene Genres gemacht hat. Und plötzlich wird es einem klar: die Beatsteaks sind wieder da. Und wer sich dann nicht auch noch auf die Live-Konzerte freut, sollte „Yours“ vielleicht nochmal hören…

 

Tracklist:

 

1.  Break Down

2.  40 Degrees

3. You and your memories ft. Chad Price

4. Filthy Crime

5. I Do

6. Velosolex ft. Stereo Total

7. Fever

8. Ponkywonky

9. Yours

10. Mrs. Right

11. Sucker Punch

12. Policoro 

13. Hate to Love ft. Jamie T.

14. L auf der Stirn ft. Deichkind

15. Attack and Decay

16. Come on and get some

17. No Surprises

18. Abbadu ft. Farin Urlaub

19. Gap

20. Summertime

21. The Job 

 

 

 

(c) September 2017, Caro